Nachhaltig auf Gewinnkurs

By 13. Dezember 2019 Allgemein

Als die Unternehmensberaterin Manuela Teinert vor Jahren nach einem ihr wichtigen Adjektiv mit „m“ gefragt wurde, sagte sie: „menschlich“. Das Wort ist zum professionellen Credo der Wirtschaftswissenschaftlerin geworden. Kerngeschäft der heute 50-Jährigen sind Unternehmenskonzepte, die Gewinn, Umwelt und die Menschen im Arbeitsprozess gleichermaßen im Fokus haben. Kunden ihrer Firma „nachhaltigunternehmen“ sind vor allem mittelständische Betriebe.

Lesen Sie mein Interview, erschienen in DER Mittelstand, Ausgabe 6-19.
Foto: © Stefan Schubert; Gestaltung mattheis werbeagentur gmbh

 

Frau Teinert, was müssen wir uns unter „nachhaltig unternehmen“ vorstellen?

Die meisten denken ja dabei vor allem an die Einsparung von Energie, Plastik und an all die Dinge, die wir jetzt angesichts des Klimawandels viel diskutieren. Das ist auch richtig so. Aber nachhaltig unternehmen meint mehr. Klimaveränderung, Technologie-Trends, Digitale Mobilität und nicht zuletzt der Fachkräftemangel erfordern einen Kulturwandel in unseren Unternehmen. Das heißt vor allem: Unternehmensführung und Mitarbeiter müssen ein gemeinsames Verständnis dafür entwickeln, wohin der Betrieb will.

Viele mittelständische Unternehmen haben Sorge, dass sie den Herausforderungen unserer Zeit nicht gewachsen sein könnten…

Genau das ist es. Ziel des Kulturwandels muss es sein, dass das Unternehmen auch in zehn Jahren noch am Markt ist und qualifizierte Mitarbeiter hat. Das braucht vor allem eines: eine nachhaltige Finanzstrategie im Betrieb. Ohne die muss man über weitere Schritte in Richtung Zukunft nicht nachdenken. Ich erlebe ganz oft, dass Betriebe selbst kleinere Durststrecken finanziell nicht durchstehen können. Sie für solche Situationen fit zu machen, ist mein wichtigster Ansatz. Der Finanzchef ist künftig mindestens genau so strategischer Denker wie Zahlenkontrolleur.

Wie gehen Sie vor, wenn Sie in einen Betrieb kommen?

Ich stelle Fragen und höre zu – der Unternehmensführung und den Mitarbeitern. Dann prüfe ich die Betriebsunterlagen. Und dann analysieren wir gemeinsam: Wo sind die Probleme? Sind Mitarbeiter und Chefs entsprechend ihrer Stärken eingesetzt? Wie sieht es mit der Motivation aus, über den eigenen Arbeitsbereich hinaus zu denken? Das sind die eher kulturellen Aspekte. Danach sind die hard facts dran: Finanzen, Lieferketten, Rohstoffe, Abfallentsorgung, Energieverbrauch, umweltfreundliche Entwicklung von Produkten. Ich habe für meine Beratermandate einen Nachhaltigkeitscheck entwickelt. Dieses Analysetool garantiert, dass alle Aspekte einer zukunftsfähigen Unternehmensentwicklung berücksichtigt werden und meine Arbeit für die Kunden jederzeit transparent ist.

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